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Schwanensee

Stadthalle Singen, Singen

  • Do., 02.01.2020
  • 20:00 Uhr
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Schwanensee
Copyright: Stadt Singen

Veranstaltungsinformationen

Das Russische Nationalballett tanzt den Tschaikowski-Klassiker.

Ein überragendes Meisterwerk voller Poesie, Anmut und Eleganz.

Klassisches Ballett – woran denken Sie zuerst? In neun von zehn Fällen entsteht vor dem geistigen Auge das Bild einer zierlichen Tänzerin im weißen schimmernden Tutu, das Gesicht von weißen Federn umrahmt. Hinzu kommt ein nobler Prinz, der sich unsterblich in das Traumwesen verliebt … Es ist immer dieses Bild aus »Schwanensee«. Diese eine Vorstellung verkörpert das, was für viele das klassische Ballett ausmacht – damals wie heute.

Über 100 Jahre unangefochtene Popularität beim internationalen Publikum machen »Schwanensee« zur Musik von Pjotr Iljitsch Tschaikowski zu einem der beliebtesten Werke aus dem klassischen Ballettrepertoire! Es ist ein überragendes Meisterwerk seiner Gattung. »Wer Schwanensee nicht kennt, kann Ballett erst gar nicht verstehen.« sagen Ballettkritiker.

»Es ist eine Liebe, derer sich niemand zu schämen braucht, denn nirgends sonst ist das klassische Ballett zu so künstlerischer Vollendung gelangt wie in dieser neoromantischen Choreographie von Lew Iwanow.« (Horst Koegler)

Die Uraufführung von Schwanensee 1877 im Bolshoi-Theater in Moskau war ein völliger Reinfall. Eine miserable Choreographie und eigenmächtige Veränderungen der eitlen Ballerina ließen das große Werk von Tschaikowski fürs erste wieder aus der Öffentlichkeit verschwinden. Erst 1894 wurde in St. Petersburg ein neuer Anfang mit »Schwanensee« anlässlich einer Gala zu Ehren des Komponisten gewagt. Das Publikum war begeistert.

Im folgenden Jahr inszenierte der großartige französische Choreograph Marius Petipa mit Hilfe von Lew Iwanow eine wunderbare Aufführung und führte das Ballett zu seinem verdienten Erfolg. Tschaikowskis Botschaft, dass wahre Liebe selbst den Tod überwinden kann, ist heute noch das Sinnbild eines klassischen »Happy-Ends«. Mit den Choreographien wurde Petipa zu Herz und Seele des russischen Balletts und Iwanow zum entscheidenden Wegbegleiter des sinfonischen Balletts überhaupt.

Es gilt fürs Ballett überhaupt und für »Schwanensee« im Besonderen: Liebe und Sehnsucht, Einsamkeit und Eifersucht, Wut, Schmerz und Glück – all die großen Empfindungen sind mit der Körpersprache so inbrünstig und überdimensional darzustellen, wie man es dem gesprochenen Wort niemals abnähme. »Wenn ich mit Worten ausdrücken könnte, was ich verspüre, brauchte ich nicht zu tanzen.« So hat es die berühmte Margot Fonteyn in wenigen Worten zusammengefasst.

Die Geschichte der Schwanenprinzessin Odette ist auf der ganzen Welt bekannt: Ein junger Fürstensohn soll heiraten, um die Dynastie zu erhalten. Prinz Siegfried verliebt sich aber leider nicht in eine der vorgesehenen jungen Damen, sondern in ein zauberhaftes fremdes Mädchen, dem er ewige Treue schwört. Die wunderschöne Odette ist jedoch mit einem bösen Zauber belegt und darf nur nachts für wenige Stunden menschliche Gestalt annehmen. Der Magier Rotbart lässt daraufhin seine eigene Tochter in Gestalt von Odette auf einem rauschenden Fest im Schloss erscheinen, um den Prinzen zu täuschen. Der verblendete Prinz bricht ungewollt sein Treueversprechen. Als er dies erkennt, erbittet er Vergebung, die ihm auch gewährt wird. Am Ende besiegt er sogar noch den bösen Zauberer selbst, so dass der Triumph der Liebe vollkommen wird.

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