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Premiere: JEDER STIRBT FÜR SICH ALLEIN

Stadttheater Konstanz, Konstanz

  • Sa., 26.09.2020
  • 20:00 Uhr
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Premiere: JEDER STIRBT FÜR SICH ALLEIN
Copyright: Theater Konstanz

Veranstaltungsinformationen

Schirin Khodadadian inszeniert
JEDER STIRBT FÜR SICH ALLEIN
nach dem Roman von Hans Fallada
Fassung von Luk Perceval & Christina Bellingen

Aufgerüttelt durch den Fronttod ihres Sohnes „für Führer und Vaterland“ schreibt das Ehepaar Quangel einfache Botschaften auf Postkarten, mit denen sie zum Widerstand aufrufen. Die Karten verteilen sie auf Treppen und Hausfluren überall in der Stadt. Damit riskieren sie ihr Leben. Schon bald geraten sie ins Visier des Kriminalkommissars Escherich, der unter dem Druck seiner Vorgesetzten in Zugzwang gerät.

Denn, so Fallada: „Das Groteske geschieht: Der Elefant fühlt sich von der Maus bedroht.“ Falladas Roman geht auf die wahre Geschichte des Berliner Arbeiterehepaars Otto und Elise Hampel zurück, das 1943 von den Nazis hingerichtet wurde und dessen Karten bis heute überliefert sind. 1945 soll der Schriftsteller anhand der Prozessakten darüber schreiben. Fallada zögert, er selbst war nicht im Widerstand und will jetzt nicht besser erscheinen, al er gewesen ist. Dann aber verfasst er manisch 899 Manuskriptseiten in kaum vier Wochen; drei Monate später stirbt er an Herzversagen.

Die kraftvoll gezeichneten Figuren versuchen in einer Gesellschaft zu überleben, in der Argwohn und Angst jedwede sozialen Beziehungen bestimmen. Viele als Mitläufer*innen oder als Täter*innen. Einige beweisen, dass man sogar in diesem System seine Freiheiten behaupten und seinem Gewissen folgen kann. Für uns Nachgeborene stellt sich die Frage: Wie weit reicht der eigene Mut, sich gegen Ungerechtigkeit und Unmenschlichkeit zu stellen? Wann genügt es nicht mehr, im privaten Umfeld „anständig“ zu bleiben? Wann ist Zeit für tätigen Widerstand?

Schirin Khodadadian inszeniert regelmäßig an Stadt- und Staatstheatern. Sie erhielt den Förderpreis für Regie der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste für Theresia Walsers „So wild ist es in unseren Wäldern schon lange nicht mehr“ am Staatstheater Kassel und wurde u.a. zu den Mülheimer Theatertagen, Berliner Autorentheatertagen und zum Heidelberger Stückemarkt eingeladen.

REGIE Schirin Khodadadian BÜHNE Carolin Mittler KOSTÜM Charlotte Sonja Willi MUSIKALISCHE LEITUNG Johannes Mittl DRAMATURGIE Doris Happl

MIT Ingo Biermann (Kommissar Escherich), Sebastian Haase (Otto Quangel), Katrin Huke (Anna Quangel), Miguel Jachmann (Emil Barkhausen/ Kriminalrat Zott/ Pastor), Jana Alexia Rödiger (Eva Kluge/ SS Oberführer Prall), Pauline Werner (Trudel Hergesell/ Sprechstundenhilfe/ Kommissar Laub), Burkhard Wolf (Enno Kluge/ Oberpostsekretär Millek/ Pastor Lorenz)

Weitere Infos finden Sie hier.



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