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Hexenjagd

Stadthalle Singen, Singen

  • Mi., 24.10.2018
  • 20:00 Uhr
  • VVK: 14,- Euro / 19,- Euro / 25,50 Euro / 29,50 Euro
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Hexenjagd
Copyright: Sabine Haymann

Veranstaltungsinformationen

Schauspiel von Arthur Miller mit Wolfgang Seidenberg (als John Proctor, Bild), Iris Boss (als Elizabeth Proctor), Carsten Klemm (als Richter Danforth), Sophie Schmidt (als Mary Warren), Ralf Grobel, Alexander Kuchinka u.a.

In »The Crucible« (zu Deutsch »Schmelztiegel«, im übertragenen Sinne auch »Feuerprobe«) führt Miller exemplarisch vor, wie leicht ein demokratisches System durch Intoleranz, Ignoranz und Fanatismus mit den Mitteln seiner eigenen Ordnungs- und Rechtsdisziplin ausgehebelt werden kann. Zu Recht gehört »Hexenjagd« immer noch zu den erfolgreichsten und meistgespielten Dramen des Autors.

Schauspiel von Arthur Miller.

Einführung um 19:15 Uhr mit Wolfgang Seidenberg (als John Proctor, Bild), Iris Boss (als Elizabeth Proctor), Carsten Klemm (als Richter Danforth), Sophie Schmidt (als Mary Warren), Ralf Grobel, Alexander Kuchinka u. a.

Arthur Miller schrieb »Hexenjagd« 1953 als Kommentar zur Kommunistenjagd in der McCarthy-Ära in den USA. Er führt mit messerscharfen Charakterporträts vor, wie leicht durch Ignoranz, Fanatismus und Intoleranz eine scheinbar demokratische Gemeinschaft mit den Mitteln ihrer eigenen Rechtsprinzipien zerstört werden kann. Das Schauspiel behandelt zwar einen historischen Stoff, die Zusammenhänge zwischen religiösem und politischem Fanatismus werden vom Autor aber bewusst auch auf seine Gegenwart bezogen. Die Überraschung: Über 60 Jahre nach der Uraufführung ist »Hexenjagd« thematisch plötzlich wieder das Stück der Stunde. Denn garantierte und selbstverständlich gewordene Rechte und Errungenschaften werden durch Politiker wie Trump, Erdoğan, Orbán und Kaczyński als Nachfolger des US-Senators McCarthy und dessen Jagd auf »subversive Elemente« zunehmend außer Kraft gesetzt. Ein Beweis für diese Aktualität des Stücks ist seine in jüngster Zeit zu beobachtende Spielplanpräsenz. An rund 20 Bühnen in Groß- und Kleinstädten stand »Hexenjagd« in den Spielzeiten 2016/17/18 auf dem Spielplan.

Ausgangspunkt des Schauspiels sind wahre Ereignisse im puritanischen Salem (Massachusetts) im Jahr 1692: Für den Zustand pubertierender Mädchen, die nach einem nächtlichen Tanz im Wald sonderbar reagieren, gibt es nur eine Erklärung: Teufelswerk. Man ruft den bekannten Hexenspezialisten Pastor Hale zu Hilfe. Bei den von ihm geleiteten Verhören geben die Mädchen als Ausrede an, verführt und verhext worden zu sein. Sie merken schnell, dass sie der Strafe entgehen können, wenn sie andere der Teufelsbuhlerei beschuldigen. Und so denunzieren sie munter drauf los, bezichtigen unliebsame Gemeindemitglieder und genießen ihre neu gefundene Macht. Eine Hexenjagd beginnt.

Als dann aber die junge Abigail vor dem Hexengericht die Frau des Bauern John Proctor der Hexerei anklagt, hat sie eine Grenze überschritten. Bis allerdings klar ist, dass sich hinter Wahn und Massendenunziation nur eigennützige Ziele verbergen, werden einige Unschuldige hingerichtet …

Wolfgang Seidenberg spielte unter anderem in Wien am Schauspielhaus, am Burgtheater und an der Kleinen Komödie, zwölf Jahre lang bei den Bad Hersfelder Festspielen und mehrfach am Alten Schauspielhaus Stuttgart (unter anderem als Zampano in »La Strada«). Daneben arbeitet er auch für Film- und Fernsehproduktionen, so auch als SS-Aufseher in Steven Spielbergs Erfolgsfilm »Schindlers Liste«.

Anmeldungen für neue Abonnements nimmt die Tourist Information Singen in der Stadthalle, Telefon 07731 / 85504, gerne entgegen.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.



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