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Stadthalle Singen, Singen

  • Sa., 06.04.2019
  • 20:00 Uhr
  • VVK: 14,- / 19,- / 25,50 / 29,50 Euro
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Copyright: Stadt Singen

Veranstaltungsinformationen

Zandra McMaster, Mezzosopran.
Ari Rasilainen, Dirigent.
Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz.

FRANCIS POULENC (1899-1963)
»Zwei Märsche und ein ländliches Intermezzo« op. FP 88
HECTOR BERLIOZ (1803-1869)
»La Mort de Cléopâtre«, dramatische Kantate für Sopran und Orchester
CÉSAR FRANCK (1822-1890)
Symphonie d-Moll

Drei höchst unterschiedliche, eben »eigenwillige« Beispiele französischer Musik präsentiert die Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz in diesem Programm. Der jüngste Komponist, Francis Poulenc (1899-1963), war Mitglied der »Groupe des Six«, jener Künstlervereinigung, die sich bewusst gegen die Klangschleier von Debussy und Ravel wandten und eine neue Klarheit und Transparenz in der Musik anstrebten. Dass dabei auch eine große Portion Humor in die Musik einfloss, merkt man in »Zwei Märsche und ein ländliches Intermezzo«: Poulenc spielt mit der Tradition und der Instrumentation, siedelt den ersten, traditionelleren Marsch »1889«, den zweiten »1937« an, und dass man zu diesem mit seinen ständigen Taktwechseln sicher nicht marschieren kann, gehört vermutlich zum ironischen Spiel.

Eines der begehrtesten Stipendien in Frankreich war im 19. und 20. Jahrhundert der »Prix de Rome«, der es den Künstlern ermöglichte, für ein Jahr in der ewigen Stadt Rom zu leben. Vorgabe war für die Komponisten eine Kantate nach vorgegebenem Text mit einem antiken oder mythologischen Thema. Hector Berlioz (1803-1869) bewarb sich gleich mehrfach für den Preis, seine Kantate »La Mort de Cléopâtre« aus dem Jahr 1829 wurde jedoch abgelehnt. Zu kühn, zu eigenwillig schien sie den Juroren, und wirklich staunt man, wie der 26-jährige Komponist mit den Formen von Rezitativ und Arie, mit den starken Sprachbildern und den Klangfarben des Orchesters umgeht. Die Musik spiegelt die Seelenqualen in den letzten Lebensminuten der ägyptischen Königin: ihr Geliebter Marc Antoine ist in ihren Armen gestorben, nun legt sie sich eine giftige Schlange um den Hals, deren Biss sie töten soll …

César Franck (1822-1890) ist zwar in Belgien geboren, lebte aber seit seinem 13. Lebensjahr in Paris und studierte am dortigen Konservatorium. Er war von großer Bedeutung für die Musikausbildung und für die Orgelmusik, seine einzige Symphonie aus dem Jahr 1886 ist ebenfalls »eigenwillig« in der Form und im romantischen Ausdruck.

Zandra McMaster wurde in Nordirland geboren und lebt in Spanien. Die Mezzosopranistin studierte am Trinity College of Music und am Opera Centre in London bei Frederic Cox und Audrey Langford. Sie ist vielbeschäftigt in Opernrollen, als Solistin bei Oratorien und Konzerten mit großen Orchestern, aber auch mit kammermusikalischen Auftritten. Sie sang weltweit in vielen bedeutenden Konzerthallen und bei Opernproduktionen. Zusammen mit der Sopranistin Edita Gruberova ist sie vielfach aufgetreten, zum Beispiel in Donizettis »Lucia di Lammermoor« in Köln und Baden-Baden. Auf ihrer neuesten CD nahm Zandra McMaster mit dem Pianisten Alessio Bax Lieder des zeitgenössischen spanischen Komponisten Antón García Abril auf.

Anmeldungen für neue Abonnements nimmt die Tourist Information Singen in der Stadthalle, Telefon 07731 / 85504, gerne entgegen.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.



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